Geprüft am 18. September 2026
30 kWp PV-Anlage: 30.000–40.000 € Kosten, ca. 28.500 kWh Ertrag, und die wichtigste Steuergrenze: 0 % MwSt und Einkommensteuerfreiheit enden hier.
Eine 30-kWp-Photovoltaikanlage kostet 2026 schlüsselfertig ca. 30.000–40.000 € ohne Speicher, liefert ca. 28.500 kWh im Jahr und liegt genau an der Grenze, bis zu der 0 % Mehrwertsteuer und Einkommensteuerbefreiung gelten. Ab 30,1 kWp werden die Einnahmen einkommensteuerpflichtig und die Umsatzsteuer-Frage kommt zurück. Deshalb planen viele Bauherren exakt bis an die Kante mit 29,5–29,9 kWp.
30 kWp ist die wichtigste Schwelle im deutschen PV-Recht, bis hierhin gilt das Rundum-Sorglos-Steuerpaket:
Ab 30,1 kWp wird es bürokratisch: Einnahmen werden einkommensteuerpflichtig, die Umsatzsteuer-Frage kommt zurück, und je nach Konstellation wird ein Gewerbe fällig. Deshalb planen viele Bauherren exakt „bis an die Kante", üblich sind 29,5–29,9 kWp.
Wichtig: Die Grenze gilt pro Wohn-/Gewerbeeinheit, seit dem Jahressteuergesetz 2024 für Anlagen ab 01.01.2025 einheitlich 30 kWp je Einheit (max. 100 kWp je Steuerpflichtigem), für ältere Anlagen auf Mehrfamilien- und Gewerbegebäuden blieb es bei 15 kWp je Einheit. Maßgeblich ist die Modulleistung laut Marktstammdatenregister.
Eine 30-kWp-Anlage kostet ca. 30.000–40.000 €, liefert ca. 28.500 kWh im Jahr, braucht ca. 150–195 m² Dachfläche und erhält bei Teileinspeisung einen Mischsatz von ~7,01 ct/kWh.
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30 kWp lohnen sich vor allem für Mehrfamilienhaus-Eigentümer, Hofstellen und Selbstständige mit hohem Tagesverbrauch sowie für Volleinspeiser mit Riesendach.
1. Mehrfamilienhaus-Eigentümer: Kombination aus Allgemeinstrom, Mieterstrom oder Gemeinschaftlicher Gebäudeversorgung und Einspeisung. Die stärkste Rendite, aber auch die komplexeste Umsetzung.
2. Hofstellen & Selbstständige: Werkstatt, Kühlung, Maschinen, wer tagsüber 8.000+ kWh verbraucht, erreicht Amortisationszeiten von 5–7 Jahren. Beispiel: 35.000 € Anlage, 12.000 kWh Eigenverbrauch + 16.500 kWh Einspeisung ≈ 5.480 €/Jahr.
3. Volleinspeiser mit Riesendach: 3.100 €/Jahr garantiert über 20 Jahre bei minimaler Eigenkapitalrendite-Anforderung, solange es den Bonus noch gibt: Nach dem EEG-2027-Entwurf entfällt er für Neuanlagen, und die Übergangszahlung gilt 2027 nur noch für Anlagen unter 50 kW, ab 2028 unter 25 kW. 30-kWp-Projekte gehören deshalb 2026 ans Netz.
Bei der Planung einer 30-kWp-Anlage solltest du früh den Netzanschluss anfragen, die Wechselrichter-Aufteilung klären und die Anlage explizit versichern, die Direktvermarktung ist erst ab 100 kW Pflicht.
Häufige Fragen
Oberhalb von 30 kWp (pro Einheit) entfallen Nullsteuersatz und Einkommensteuerbefreiung: Einnahmen müssen versteuert werden (EÜR/Anlage G), und die Umsatzsteuer-Wahl (Regelbesteuerung mit Vorsteuerabzug vs. Kleinunternehmer) kommt zurück. Deshalb planen die meisten privaten Bauherren bewusst knapp unter 30 kWp.
Schlüsselfertig ca. 30.000–40.000 € ohne Speicher, der Preis pro kWp fällt durch Skaleneffekte auf etwa 1.000–1.350 €. Bis exakt 30 kWp gilt noch der Nullsteuersatz, darüber kämen 19 % MwSt hinzu (mit Vorsteuer-Optionen). Ein Speicher (20–30 kWh) kostet zusätzlich 14.000–25.000 €.
Rund 28.500 kWh Strom. Bei reiner Volleinspeisung ca. 3.100 € garantiert pro Jahr (Mischsatz ~10,9 ct, ab 08/2026). Mit hohem Tagesverbrauch (Gewerbe, MFH-Allgemeinstrom) sind 4.500–5.500 € Jahresnutzen und Amortisation in 5–7 Jahren realistisch.
Pro Wohn- bzw. Gewerbeeinheit: Seit 2025 einheitlich 30 kWp je Einheit (auch im Mehrfamilienhaus, für Altanlagen vor 2025 dort 15 kWp), gedeckelt auf 100 kWp pro Steuerpflichtigem über alle Anlagen. Maßgeblich ist die im Marktstammdatenregister eingetragene Modulleistung.
Ja, wenn möglich: Bei Inbetriebnahme bis 31.12.2026 sichert der Bestandsschutz die aktuelle Vergütung (inkl. Volleinspeiser-Bonus) für 20 Jahre. Der EEG-2027-Entwurf streicht den Volleinspeiser-Bonus für Neuanlagen und gewährt die Übergangszahlung 2027 nur Anlagen unter 50 kW, ab 2028 nur noch unter 25 kW. Die Konditionen werden also spürbar schlechter.
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Andreas Mali
Gründer & Redaktion PhotovoltaikGenie
Andreas Mali ist Gründer von PhotovoltaikGenie und recherchiert Förderprogramme, Einspeisevergütung und Marktpreise fortlaufend aus Primärquellen (Bundesnetzagentur, KfW, Landesförderbanken). Mehr über uns & unsere Methodik
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