EEG 2027: Alle Änderungen für Photovoltaik-Betreiber im Detail

EEG 2027 Reform im Detail: Wegfall der Einspeisevergütung für Anlagen bis 25 kW, Direktvermarktungs-Pflicht, 50 %-Einspeiselimit. Was bedeutet das für Eigenheimbesitzer?

← Alle Ratgeber-Artikel

Kategorie: Politik & Recht

EEG 2027 Reform im Detail: Wegfall der Einspeisevergütung für Anlagen bis 25 kW, Direktvermarktungs-Pflicht, 50 %-Einspeiselimit. Was bedeutet das für Eigenheimbesitzer?

Häufige Fragen

Was ändert sich durch das EEG 2027 für Photovoltaikanlagen?
Drei zentrale Änderungen: (1) Wegfall der garantierten Einspeisevergütung für neue Anlagen bis 25 kWp ab 01.01.2027, (2) Pflicht zur Direktvermarktung für überschüssigen Strom, (3) Begrenzung der Einspeiseleistung auf 50 % der installierten Leistung. Bestandsanlagen sind nicht betroffen.
Ist das EEG 2027 schon beschlossen?
Nein. Der Entwurf des Bundeswirtschaftsministeriums ist seit April 2026 bekannt und befindet sich in Ressortabstimmung und Stakeholder-Konsultation. Mit einer finalen Entscheidung wird im Lauf von 2026 gerechnet. Das Inkrafttreten ist für 01.01.2027 geplant – kann aber verschoben oder abgemildert werden.
Was bedeutet das 50 %-Einspeiselimit?
Eine PV-Anlage darf nur noch maximal 50 % ihrer installierten Leistung ins Netz einspeisen. Eine 10-kWp-Anlage würde also auf 5 kW Einspeisung begrenzt. Überschüsse müssen abgeregelt oder in Speicher umgeleitet werden. Das Limit macht Speicher praktisch zur Pflicht.
Sind bestehende PV-Anlagen von EEG 2027 betroffen?
Nein. Bestandsanlagen, die vor dem 01.01.2027 in Betrieb gehen, behalten ihre garantierte Einspeisevergütung zu den ursprünglichen Konditionen für 20 Jahre. Das 50 %-Limit und die Direktvermarktungspflicht gelten nur für neue Anlagen ab 2027.
Lohnt sich PV nach EEG 2027 noch?
Ja, aber nur mit hohem Eigenverbrauch. Mit Speicher (60–70 % Eigenverbrauch) und Wärmepumpe/E-Auto (bis 85 %) bleibt PV wirtschaftlich. Die Amortisation verlängert sich typisch um 2–4 Jahre. Ohne Speicher ist PV nach EEG 2027 kaum noch rentabel.
Soll ich meine PV-Anlage 2026 oder 2027 kaufen?
Klar 2026. Wer 2026 in Betrieb geht, sichert sich 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung zu heutigen Sätzen (7,78 ct/kWh bis 10 kWp). Das ist je nach Anlage 8.000–12.000 € garantierte Zusatzeinnahmen. Handwerkerkapazitäten werden Ende 2026 knapp – also früh planen.
Was bedeutet Direktvermarktung?
Statt einer fixen Einspeisevergütung wird überschüssiger Strom über einen Direktvermarkter (meist Stadtwerk oder Energieversorger) an der Strombörse verkauft. Die Erlöse hängen vom Marktpreis ab (aktuell 3–8 ct/kWh). Für Kleinanlagen ist das administrativ komplex und wirtschaftlich meist nicht attraktiv.

Weitere Themen: Tarifcheck, Solar-Rechner, Förderung 2026.


© 2026 PhotovoltaikGenie – Ein Projekt der Butterflies IT UG (haftungsbeschränkt). Impressum · Datenschutz · Kontakt