Noch 65 Tage: Wer bis zum 31.12.2026 in Betrieb geht, bekommt 7,70 ct/kWh 20 Jahre lang garantiert. Ab 2027 sind nur noch 5,2 ct für 36 Monate vorgesehen. Mehr erfahren

Photovoltaik Förderung 2026

Geprüft am 28. Oktober 2026

Alle aktuellen Förderprogramme für Solaranlagen in Deutschland: bundesweit, regional und kommunal. Nutze Nullsteuersatz, KfW-Kredit und Einspeisevergütung optimal.

Welche Förderung gibt es 2026 für Photovoltaik?

Die wichtigsten Förderungen 2026 sind der Nullsteuersatz (0 % MwSt bis 30 kWp), der KfW-Kredit 270, die Einspeisevergütung von 7,70 ct/kWh (bis 10 kWp) und Landes- bzw. Kommunalförderungen. Direkte Landeszuschüsse für private Dachanlagen gibt es nur noch in wenigen Bundesländern, umso wichtiger sind kommunale Programme.

Welche bundesweiten Förderungen gelten 2026 für Photovoltaik?

Vier Förderungen gelten überall in Deutschland und automatisch, ohne Antrag bei Land oder Kommune:

Gibt es 2026 eine Förderung für Batteriespeicher?

Bundesweit gibt es keinen Speicher-Zuschuss, aber: 0 % MwSt auch auf Speicher, Finanzierung über KfW 270, und mehrere Städte zahlen Speicher-Zuschüsse (z. B. Stuttgart 100 €/kWh seit der Richtlinie 05/2026, Köln 500–1.300 €). Berlin fördert PV nur noch in Kombination mit Speicher (kWp-Staffel bis 4.750 €).

Welche Programme gelten für deine PLZ?

Bund, Land und Kommune auf einen Blick, mit geprüftem Status je Programm (auch ausgeschöpfte Töpfe) und Quelle: Zum Förder-Atlas.

Welche Förderung gibt es in deinem Bundesland?

Von den 16 Bundesländern zahlen derzeit 5 einen eigenen Zuschuss, jeder davon mit Einschränkungen: Berlin nur mit Batteriespeicher, Hamburg nur für Solar-Gründächer, Mecklenburg-Vorpommern nur für Steckersolargeräte, Niedersachsen nur im Maßnahmenpaket und das Saarland nur für Unternehmen. 7 Länder fördern über zinsgünstige Darlehen ihrer Landesbanken, in 4 Ländern bleibt nur die Bundesförderung aus Nullsteuersatz, KfW 270 und Einspeisevergütung. Direkte Zuschüsse kommen deshalb vor allem von Städten und Gemeinden.

BundeslandLandesförderungProgramm
Baden-WürttembergDarlehenL-Bank „Wohnen mit Zukunft: Photovoltaik"
Bayernnur Bundesförderungkein laufendes Landesprogramm
BerlinZuschussSolarPLUS (Investitionsbank Berlin) (Batteriespeicher ist Fördervoraussetzung, Richtlinie läuft bis 31.12.2026)
BrandenburgDarlehenILB-Förderkredit (Modernisierung Eigenheim)
BremenDarlehenBremer Aufbau-Bank „Rund ums Haus / PV nach Plan"
HamburgZuschussIFB-Förderung Solar-Gründach (nur in Kombination mit Dachbegrünung, Module selbst nicht förderfähig)
HessenDarlehenHessen-Darlehen für Photovoltaik (WIBank)
Mecklenburg-VorpommernZuschuss„Solar für alle" (Balkonkraftwerke) (derzeit nur für Mieter)
NiedersachsenZuschussNBank „Klimaschutz und Energieeffizienz" (nur im Rahmen eines Maßnahmenpakets)
Nordrhein-Westfalennur Bundesförderungkein laufendes Landesprogramm
Rheinland-PfalzDarlehenISB-Modernisierungsdarlehen / KfW 270
SaarlandZuschussPV-Speicher Saar (nur für Unternehmen)
SachsenDarlehenSAB-Sachsenkredit „Energie und Speicher"
Sachsen-Anhaltnur Bundesförderungkein laufendes Landesprogramm
Schleswig-HolsteinDarlehenIB.SH-Förderdarlehen / KfW 270
Thüringennur Bundesförderungkein laufendes Landesprogramm

Details, Beträge und Antragswege auf der jeweiligen Landesseite:

In welcher Reihenfolge beantragst du die Förderungen?

Die Reihenfolge entscheidet darüber, ob du Geld bekommst: Zuschüsse von Land und Kommune müssen fast immer VOR der Auftragsvergabe beantragt werden, der KfW-Kredit 270 vor Vorhabenbeginn über die Hausbank, und nur der Nullsteuersatz und die Einspeisevergütung laufen automatisch mit der Anlage. Wer erst beauftragt und dann beantragt, verliert den Anspruch auf den Zuschuss endgültig.

  1. 1. Programme prüfen, bevor du Angebote einholst
    Erst nachsehen, was Land und Kommune zahlen, dann planen. Manche Programme verlangen eine Mindestanlagengröße, einen Speicher oder eine Energieberatung. Das beeinflusst, was du überhaupt ausschreibst.
  2. 2. Angebote einholen und das passende auswählen
    Zwei bis drei vergleichbare Angebote reichen. Viele Förderstellen wollen ein konkretes Angebot als Anlage zum Antrag, einen Auftrag darfst du aber noch nicht erteilt haben.
  3. 3. Zuschussanträge stellen und Bewilligung abwarten
    Kommunale und Landeszuschüsse zuerst, weil sie am knappsten sind und Töpfe im Jahresverlauf leerlaufen. Erst mit dem Bewilligungsbescheid in der Hand beauftragen.
  4. 4. Finanzierung klären, falls du einen Kredit nutzt
    Der KfW-Kredit 270 wird über die Hausbank beantragt, ebenfalls vor Vorhabenbeginn. Landesdarlehen laufen meist genauso über die Hausbank.
  5. 5. Beauftragen, bauen, in Betrieb nehmen
    Der Nullsteuersatz von 0 % Umsatzsteuer wird direkt auf der Rechnung angewendet, du musst nichts beantragen. Die Einspeisevergütung ergibt sich aus der Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister.
  6. 6. Nachweise einreichen
    Zuschüsse werden nach Vorlage von Rechnung, Fachunternehmererklärung und oft einem Foto der Anlage ausgezahlt. Fristen für den Verwendungsnachweis stehen im Bescheid und sind bindend.

Welche Förderung gibt es 2027 für Photovoltaik?

Die drei Förderebenen bleiben 2027 bestehen: Der Nullsteuersatz von 0 % Umsatzsteuer nach § 12 Abs. 3 UStG gilt unbefristet weiter, der KfW-Kredit 270 läuft weiter, und Länder und Kommunen fördern vor allem Speicher und Balkonkraftwerke. Was sich ändert, ist die Einspeisevergütung: Für Anlagen mit Inbetriebnahme ab dem 1. Januar 2027 sieht die EEG-Novelle nur noch eine Übergangszahlung von 5,2 ct/kWh für 36 Monate vor, statt 7,70 ct/kWh für 20 Jahre.

Für die Förderplanung heißt das zweierlei. Erstens gewinnen Speicherzuschüsse an Bedeutung, weil der eingespeiste Überschuss an Wert verliert und jede selbst genutzte Kilowattstunde relativ mehr bringt. Zweitens starten mehrere kommunale Programme zum Jahreswechsel neu, Freiburg zum Beispiel am 01.01.2027. Wer 2027 baut, sollte die Programme im Januar erneut prüfen statt sich auf den Stand von 2026 zu verlassen.

Wer die alte Einspeisevergütung noch mitnehmen will, muss bis zum 31.12.2026 in Betrieb sein. Maßgeblich ist der Tag der Inbetriebnahme, nicht der Kaufvertrag.

Einzelheiten in den Ratgebern Einspeisevergütung 2027 und Inbetriebnahme bis 31.12.2026.

Häufige Fragen zur PV-Förderung

Was bedeutet Nullsteuersatz für PV-Anlagen?

Seit Januar 2023 gilt für Photovoltaikanlagen bis 30 kWp ein Umsatzsteuersatz von 0 %. Das spart etwa 19 % der Gesamtkosten und gilt für Module, Wechselrichter, Speicher und Installation.

Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?

Für Anlagen bis 10 kWp beträgt die Einspeisevergütung 7,70 ct/kWh (Teileinspeisung) bzw. 12,22 ct/kWh bei Volleinspeisung (seit 01.08.2026). Für Anlagen von 10–40 kWp sind es 6,66 ct/kWh. Die Vergütung ist ab Inbetriebnahme für 20 Jahre garantiert und sinkt für Neuanlagen alle 6 Monate um 1 %.

Welche Bundesländer zahlen 2026 noch direkte Zuschüsse?

Nur wenige: Berlin (SolarPLUS, bis 31.12.2026), Bremen, Hamburg (Solar-Gründach) und punktuell weitere Programme mit Einschränkungen. Die meisten Länder fördern über zinsgünstige Darlehen der Landesbanken. Direkte Zuschüsse kommen 2026 vor allem von Städten und Gemeinden, etwa Frankfurt, Stuttgart, Köln oder Potsdam. Viele Töpfe sind allerdings schnell ausgeschöpft.

Muss ich die Förderung vor dem Kauf beantragen?

Fast immer ja. Landes- und Kommunalprogramme verlangen in der Regel die Antragstellung VOR Beauftragung bzw. Maßnahmenbeginn, nachträgliche Anträge werden abgelehnt. Ausnahme: das Balkonkraftwerk-Programm in Mecklenburg-Vorpommern (Antrag nach Installation). Nullsteuersatz und Einspeisevergütung gelten automatisch.

Kann ich mehrere Förderungen kombinieren?

Nullsteuersatz, Einspeisevergütung und Einkommensteuerbefreiung gelten immer parallel. KfW 270 lässt sich meist mit kommunalen Zuschüssen kombinieren. Vorsicht: Manche Programme (z. B. Berlin SolarPLUS) schließen eine Kumulierung mit anderen Förderungen für dieselben Kosten aus, deshalb vorher in der Förderrichtlinie prüfen.

Wie hoch ist die Solarförderung 2026 und was bleibt 2027 davon?

Die Solarförderung besteht 2026 aus drei Bausteinen: 0 % Mehrwertsteuer beim Kauf bis 30 kWp, der zinsgünstige KfW-Kredit 270 und die Einspeisevergütung von 7,70 ct/kWh bis 10 kWp. Einen bundesweiten Zuschuss zur Anschaffung gibt es nicht, Zuschüsse kommen von einzelnen Ländern und Kommunen. 2027 bleiben Nullsteuersatz und KfW 270 bestehen, die Einspeisevergütung wird für Neuanlagen nach dem EEG-Entwurf durch eine Übergangszahlung von 5,2 ct/kWh für 36 Monate ersetzt.

Was ändert sich durch die geplante EEG-Reform 2027?

Das Kabinett hat die EEG-Novelle am 29.07.2026 beschlossen, sie liegt dem Bundestag als Drucksache 21/7867 vor (1. Lesung am 24.09.2026, erster Durchgang im Bundesrat am 25.09.2026). Für Neuanlagen ab 2027 ersetzt eine Übergangszahlung (5,2 ct/kWh, max. 36 Monate) die feste Einspeisevergütung, danach folgt die Direktvermarktung. Wer bis Ende 2026 in Betrieb geht, behält seinen Satz für 20 Jahre.

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Andreas Mali

Gründer & Redaktion PhotovoltaikGenie

Andreas Mali ist Gründer von PhotovoltaikGenie und recherchiert Förderprogramme, Einspeisevergütung und Marktpreise fortlaufend aus Primärquellen (Bundesnetzagentur, KfW, Landesförderbanken). Mehr über uns & unsere Methodik


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