Geprüft am 02. Oktober 2026
Alle aktuellen Förderprogramme für Solaranlagen und Speicher in Nordrhein-Westfalen, Stand 2026. Nordrhein-Westfalen hat durchschnittlich 1560 Sonnenstunden pro Jahr bei 910 kWh/kWp spezifischem Ertrag.
Über das Landesprogramm progres.nrw werden klassische private Dachanlagen seit der Neustrukturierung Anfang 2026 nicht mehr bezuschusst. Der Fokus liegt jetzt auf Mieterstrom, innovativen Konzepten und Batteriespeichern. Für eine normale Dachanlage bleiben daher der Nullsteuersatz, der KfW-Kredit 270 und die Einspeisevergütung sowie eventuelle kommunale Zuschüsse.
Nordrhein-Westfalen führt derzeit 1 aktive Programme für Photovoltaik und Speicher. Jeder Eintrag nennt Förderhöhe, Voraussetzungen und Status, geprüft am 2.10.2026.
Für private Einfamilienhaus-Anlagen bietet progres.nrw Stand August 2026 keine Förderung mehr: Die frühere Speicherförderung für Privathaushalte lief bereits 2022 aus, Standard-Dachanlagen werden nicht mehr bezuschusst. Der Programmbereich nimmt seit dem 17.02.2026 zwar wieder Anträge an (u. a. Geothermie, Abwärme), der PV-Fördertatbestand bleibt jedoch ausgesetzt. Der Fokus des Programms liegt 2026 auf Mehrfamilienhäusern, Mieterstrom-Vorbereitung und Planungsleistungen, das Programm läuft in dieser Form bis Juni 2027. Wer ein Mehrfamilienhaus oder Mieterstrom-Projekt plant, stellt den Antrag vor Maßnahmenbeginn über die Bezirksregierung Arnsberg.
Förderhöhe: Für private Einfamilienhäuser: derzeit keine Förderung. MFH/Mieterstrom: je nach Baustein und aktueller Richtlinie
Voraussetzungen:
Für klassische private Dachanlagen, die nicht mehr über progres.nrw gefördert werden, ist der bundesweite KfW-Kredit 270 die wichtigste Option.
Förderhöhe: Kredit bis 100 % der Investitionskosten
Voraussetzungen:
In Nordrhein-Westfalen kennen wir 5 kommunale Programme für Photovoltaik, Speicher oder Balkonkraftwerke (Düsseldorf, Dortmund, Köln, Bonn und weitere), derzeit ist keines davon für neue Anträge offen (Stand 02.10.2026). Fast alle Kommunen verlangen den Antrag vor der Beauftragung. Status, Konditionen und Quelle je Programm stehen in der Tabelle und im Förder-Atlas.
| Ort | Programm | Status | Konditionen | Geprüft |
|---|---|---|---|---|
| Düsseldorf | Klimafreundliches Wohnen Düsseldorf (Speicher) | pausiert | War: 250 € je kWh Speicher (max. 10.000 €). Antragsstopp seit dem 23.01.2026, das Programm wird laut Stadt überarbeitet, ein Wiedereröffnungstermin ist nicht genannt (Hintergrund: vorläufige Haushaltsführung). Bereits erteilte Fördernummern bleiben 24 Monate gültig. | 09.09.2026 |
| Dortmund | PV-Pauschale Dortmund | ausgeschöpft | Antragsstopp seit 05.06.2026: Das Fördervolumen ist durch die vorliegenden Anträge voraussichtlich vollständig gebunden, neue Anträge werden bis auf Weiteres nicht berücksichtigt, die Stadt prüft nach Abschluss aller Anträge, ob Restmittel frei werden (Bekanntgabe per Pressemitteilung). Konditionen (falls Restmittel frei werden): 1.000 € Pauschale ab 5 kWp auf Ein-/Zweifamilienhäusern, Einkommensgrenzen 75.000/150.000 € zu versteuerndes Einkommen, nur Kauf. | 02.10.2026 |
| Köln | Photovoltaik-Förderung Köln | ausgeschöpft | Das Budget für Neuanträge 2026 ist vollständig ausgeschöpft, die Stadt nimmt seit Herbst 2026 keine neuen Anträge mehr an, bereits gestellte Anträge und Verwendungsnachweise laufen über das Förderportal weiter. Ein Termin für ein neues Fenster ist nicht genannt. Die Sätze der Richtlinie vom 02.10.2025 zur Einordnung: PV-Anlagen 1.500–2.500 € (Privat), Batteriespeicher 500–1.300 €, Steckersolar 150 € bzw. 300 € mit Köln-Pass, gemeinnützige Vereine deutlich mehr. Deckel 60 % der förderfähigen Kosten und 10.000 € je Gebäude und Kalenderjahr, nur Bestandsgebäude ab 5 Jahren. | 02.10.2026 |
| Bonn | Förderprogramm Solares Bonn | ausgelaufen | Das Programm lief von September 2021 bis Juni 2026 und ist beendet (Bilanz laut Stadt: rund 6.600 Anträge, 33.500 kWp), die Stadt informiert, falls es eine Neuauflage gibt. Beendet per Stadtratsbeschluss im Juli 2026, die Mittel für 2026 (1 Mio. €) waren Mitte des Jahres ausgeschöpft. Zuletzt galt die Richtlinie ab 01.08.2025: Steckersolar 100 €/kWp für Eigentümer und 200 €/kWp für Mieter, erstmals auch auf Garagendächern, davor PV 100–300 €/kWp, Gründach-Bonus 100 €/kWp, Mieterstrom-Bonus 10 €/kWp je Wohneinheit. | 02.10.2026 |
| Essen | Solaroffensive Essen | ausgelaufen | Das städtische Programm wurde zum 03.07.2025 eingestellt (Haushaltslage), zuvor bewilligte Anträge werden noch abgewickelt. Keine Neuauflage angekündigt, die Stadt verweist auf KfW, BAFA und progres.nrw. | 23.09.2026 |
Quelle und Antragsweg je Programm: Förder-Atlas (Stand 02.10.2026).
NRW hat sein Förderprogramm progres.nrw deutlich umgebaut: Für private Einfamilienhaus-Anlagen gibt es Stand August 2026 keine Landesförderung mehr, weder für die Anlage noch für den Speicher (die private Speicherförderung endete bereits 2022). Der Programmfokus liegt auf Mehrfamilienhäusern und Mieterstrom. Umso wichtiger sind in NRW die kommunalen Programme (z. B. Düsseldorf, Köln, Bonn) und die bundesweiten Förderungen.
Mit rund 1560 Sonnenstunden pro Jahr liegt Nordrhein-Westfalen im üblichen deutschen Bereich. Eine 10-kWp-Anlage erzeugt hier etwa 9.100 kWh Strom pro Jahr. Wie schnell sich die Anlage rechnet, hängt vor allem vom Eigenverbrauchsanteil, der Anlagengröße und dem Strompreis ab.
Häufige Fragen zur PV-Förderung in Nordrhein-Westfalen
Für private Einfamilienhäuser: nichts mehr, weder Dachanlage noch Speicher (die private Speicherförderung lief 2022 aus). Der Programmfokus liegt 2026 auf Mehrfamilienhäusern, Mieterstrom-Vorbereitung und Planungsleistungen, das Programm läuft bis Juni 2027. Anträge dafür laufen über die Bezirksregierung Arnsberg und müssen vor Maßnahmenbeginn gestellt werden.
Mit rund 1.560 Sonnenstunden pro Jahr und etwa 910 kWh Ertrag je kWp liegt NRW etwas unter dem Bundesschnitt, eine PV-Anlage lohnt sich aber auch hier. Eine 10-kWp-Anlage erzeugt rechnerisch rund 9.100 kWh pro Jahr, entscheidend ist vor allem der Eigenverbrauchsanteil.
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Andreas Mali
Gründer & Redaktion PhotovoltaikGenie
Andreas Mali ist Gründer von PhotovoltaikGenie und recherchiert Förderprogramme, Einspeisevergütung und Marktpreise fortlaufend aus Primärquellen (Bundesnetzagentur, KfW, Landesförderbanken). Mehr über uns & unsere Methodik
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