Geprüft am 02. Oktober 2026
Alle aktuellen Förderprogramme für Solaranlagen und Speicher in Niedersachsen, Stand 2026. Niedersachsen hat durchschnittlich 1580 Sonnenstunden pro Jahr bei 920 kWh/kWp spezifischem Ertrag.
Einen allgemeinen Landeszuschuss für einzelne private PV-Anlagen gibt es in Niedersachsen 2026 nicht, das frühere NBank-Speicherprogramm ist ausgelaufen. Das NBank-Programm „Klimaschutz und Energieeffizienz" fördert PV nur als Teil eines größeren Maßnahmenpakets. Direkte Zuschüsse gibt es dagegen von einzelnen Kommunen wie Hannover (proKlima) oder Osnabrück. Bundesweit gelten Nullsteuersatz, KfW 270 und Einspeisevergütung.
Niedersachsen führt derzeit 2 aktive Programme für Photovoltaik und Speicher. Jeder Eintrag nennt Förderhöhe, Voraussetzungen und Status, geprüft am 2.10.2026.
Das frühere NBank-Programm zur direkten Förderung von PV-Batteriespeichern für Privathaushalte ist ausgelaufen und nimmt keine neuen Anträge mehr an.
Förderhöhe: Keine Neuanträge mehr möglich
Voraussetzungen:
Zuschuss für investive Klimaschutzmaßnahmen. PV ist nur förderfähig als Teil eines Maßnahmenpakets mit mindestens zwei Klimaschutzmaßnahmen und nennenswerter CO₂-Einsparung, nicht als einzelne Solaranlage.
Förderhöhe: Bis zu 45 % der förderfähigen Kosten (im Maßnahmenpaket)
Voraussetzungen:
Für einzelne private PV-Anlagen ist der bundesweite KfW-Kredit 270 die wichtigste Option.
Förderhöhe: Kredit bis 100 % der Investitionskosten
Voraussetzungen:
In Niedersachsen kennen wir 6 kommunale Programme für Photovoltaik, Speicher oder Balkonkraftwerke (Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg, Seelze, Landkreis Oldenburg, Osnabrück, Wolfsburg und weitere), 3 davon sind aktuell für Anträge offen (Stand 02.10.2026). Fast alle Kommunen verlangen den Antrag vor der Beauftragung. Status, Konditionen und Quelle je Programm stehen in der Tabelle und im Förder-Atlas.
| Ort | Programm | Status | Konditionen | Geprüft |
|---|---|---|---|---|
| Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg, Seelze | proKlima-Fonds (Hannover & Umland) | aktiv | Dachvollbelegung: 100 €/kWp (max. 2.000 €), fassadenintegrierte PV: 300 €/kWp (max. 9.000 €). PV auf neuem Gründach: 200 €/kWp (max. 6.000 €). Mindestgröße 2 kWp. Mit BEG kombinierbar. | 28.07.2026 |
| Landkreis Oldenburg | Balkonkraftwerk-Zuschuss Landkreis Oldenburg | aktiv | 25 % der Anschaffungskosten (brutto), höchstens 250 €, ausschließlich für Steckersolargeräte MIT Batteriespeicher (Wechselrichter rund 800 W). Antrag erst NACH dem Kauf, innerhalb von 6 Monaten ab Rechnungsdatum, förderfähig sind Geräte, die ab dem 01.01.2026 gekauft wurden. Richtlinie läuft bis 15.12.2028, der Kreis meldet Bearbeitungsverzögerungen wegen hoher Nachfrage. | 23.09.2026 |
| Osnabrück | „Osnabrück saniert" (PV-Baustein) | aktiv | 400 € je kWp oberhalb von 8 kWp oder 30 % der Nettokosten, es gilt der NIEDRIGERE Wert, max. 20.000 € je Sanierungsobjekt. Budget 2026: 1,5 Mio. €, Windhundprinzip. Fortsetzung 2026 vom Serviceportal bestätigt. | 09.09.2026 |
| Wolfsburg | PV-Förderung Wolfsburg (Losverfahren) | pausiert | Das Antragsfenster lief vom 14.05. bis 14.06.2026, die Vergabe läuft per Losverfahren, ein neues Fenster ist nicht angekündigt (Stand 23.09.2026). Förderhöhen: PV unter 6 kWp 700 €, 6–12 kWp 1.000 €, ab 12 kWp 1.500 €, Speicher ab 3 kWh 500 €, steckerfertige PV 200 €, höchstens 50 % der Kosten, je Wohneinheit eine Anlage, nur Bestandsgebäude. | 23.09.2026 |
| Braunschweig | Förderprogramm regenerative Energien Braunschweig | ausgeschöpft | Programm 2026 (u. a. Stecker-PV inkl. Speicher) bereits vollständig ausgeschöpft, keine Antragstellung mehr möglich. | 16.08.2026 |
| Göttingen | KlimaFonds Göttingen: „Energie erzeugen" | ausgeschöpft | War: Balkon-PV 150–250 €, Speicher 100 €/kWh (max. 1.200 €). Das Modul war 2026 nur 7 Tage nach Start ausgeschöpft (Meldung vom 08.06.2026). | 28.07.2026 |
Quelle und Antragsweg je Programm: Förder-Atlas (Stand 02.10.2026).
Einen allgemeinen Landeszuschuss für einzelne private PV-Anlagen gibt es in Niedersachsen derzeit nicht, das frühere NBank-Speicherprogramm ist ausgelaufen. Direkte Zuschüsse kommen vor allem von Kommunen. Daneben gelten die bundesweiten Förderungen.
Mit rund 1.580 Sonnenstunden pro Jahr und etwa 920 kWh Ertrag je kWp liegt Niedersachsen leicht unter dem Bundesschnitt, eine PV-Anlage lohnt sich aber auch hier. Eine 10-kWp-Anlage erzeugt rechnerisch rund 9.200 kWh pro Jahr. Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit ist vor allem der Eigenverbrauchsanteil.
Häufige Fragen zur PV-Förderung in Niedersachsen
Die NBank hatte zeitweise einen direkten Zuschuss für PV-Batteriespeicher angeboten. Dieses Programm ist inzwischen ausgelaufen und nimmt keine neuen Anträge mehr an. Aktuell ist eine PV-Förderung über die NBank nur noch im Rahmen des Programms „Klimaschutz und Energieeffizienz" als Maßnahmenpaket möglich.
Der proKlima-Fonds (Gebiet: Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg, Seelze) zahlt 2026 bei Dachvollbelegung 100 € je kWp (max. 2.000 €), für fassadenintegrierte Module 300 €/kWp (max. 9.000 €) und auf neuen Gründächern 200 €/kWp (max. 6.000 €). Mindestgröße 2 kWp. Wichtig: Anträge sind längstens bis zum 31.10.2026 möglich, oder bis die Mittel ausgeschöpft sind. Die Förderung ist mit Bundesprogrammen kombinierbar.
Stand August 2026 nehmen vor allem Osnabrück („Osnabrück saniert") und der proKlima-Fonds im Raum Hannover noch Anträge an. Braunschweig ist komplett ausgeschöpft, Göttingens Modul „Energie erzeugen" war nur eine Woche nach Start vergriffen, Wolfsburgs Antragsfenster ist geschlossen (Losverfahren), und die Stadt Oldenburg hat ihr Programm eingestellt. Es lohnt sich also, schnell zu sein, die meisten Programme arbeiten nach dem Windhundprinzip.
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Andreas Mali
Gründer & Redaktion PhotovoltaikGenie
Andreas Mali ist Gründer von PhotovoltaikGenie und recherchiert Förderprogramme, Einspeisevergütung und Marktpreise fortlaufend aus Primärquellen (Bundesnetzagentur, KfW, Landesförderbanken). Mehr über uns & unsere Methodik
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