Geprüft am 08. Oktober 2026
Teileinspeisung vs. Volleinspeisung 2026: Vergütungssätze, Unterschiede und für wen sich welche Variante lohnt.
Für die meisten Eigenheime lohnt sich 2026 die Teileinspeisung, obwohl die Volleinspeisung mit 12,34 bzw. 12,22 ct/kWh pro Kilowattstunde deutlich mehr bringt als die 7,78 bzw. 7,70 ct/kWh der Teileinspeisung. Der Grund: Selbst verbrauchter Solarstrom spart rund 36 ct/kWh Netzstrom und ist damit etwa dreimal so viel wert wie die beste Volleinspeisungsvergütung. Erst bei einem Eigenverbrauch unter etwa 15–20 % kann die Volleinspeisung die bessere Wahl sein.
Wer eine Photovoltaikanlage betreibt, muss sich entscheiden, wie der erzeugte Strom vergütet wird. Es gibt zwei Modelle:
Beide Modelle erhalten eine gesetzlich für 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung, allerdings in unterschiedlicher Höhe.
Bei Anlagen bis 10 kWp liegt die Teileinspeisung 2026 bei 7,78 bzw. 7,70 ct/kWh, die Volleinspeisung bei 12,34 bzw. 12,22 ct/kWh, also rund 60 % höher. Für Inbetriebnahmen vom 1. Februar bis 31. Juli 2026 gelten die ersten Werte, zum 1. August 2026 greift die nächste Degressionsstufe (Werte in Klammern):
| Anlagengröße | Teileinspeisung | Volleinspeisung |
|---|---|---|
| bis 10 kWp | 7,78 (ab 01.08.: 7,70) ct/kWh | 12,34 (ab 01.08.: 12,22) ct/kWh |
| 10 bis 40 kWp | 6,73 (6,66) ct/kWh | 10,35 (10,24) ct/kWh |
Auf den ersten Blick wirkt die Volleinspeisung mit 12,34 bzw. 12,22 ct/kWh deutlich attraktiver, sie wird für jede eingespeiste Kilowattstunde rund 60 % höher vergütet. Doch dieser Vergleich greift zu kurz.
Stichtag 31.12.2026: Feste Vergütung nur noch für Anlagen, die dieses Jahr ans Netz gehen
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Die Teileinspeisung ist für die meisten lohnender, weil der entscheidende Punkt der Wert des selbst verbrauchten Stroms ist. Jede Kilowattstunde, die du selbst nutzt, spart dir den Bezug aus dem Netz, und der kostet rund 36 ct/kWh (BDEW-Durchschnitt April 2026: 37,0 ct).
Damit ist selbst verbrauchter Solarstrom (≈ 36 ct/kWh Ersparnis) etwa dreimal so viel wert wie die beste Volleinspeisungsvergütung (12,34 bzw. 12,22 ct/kWh). Für ein normales Einfamilienhaus mit einem Eigenverbrauch von 30 % oder mehr ist die Teileinspeisung daher fast immer wirtschaftlicher.
Die Volleinspeisung ist nur dann sinnvoll, wenn der Eigenverbrauch sehr gering ist, typischerweise unter 15–20 %. Das kommt vor allem in diesen Fällen vor:
Wer dagegen tagsüber zu Hause ist, eine Wärmepumpe oder ein E-Auto betreibt oder einen Batteriespeicher nutzt, fährt mit der Teileinspeisung besser.
Je höher dein Eigenverbrauch, desto klarer gewinnt die Teileinspeisung. Erst bei einem Eigenverbrauch unter etwa 15–20 % kann die Volleinspeisung die bessere Wahl sein.
Die Einspeiseart wird dem Netzbetreiber gemeldet und die Anlage im Marktstammdatenregister registriert. Die Volleinspeisung muss dem Netzbetreiber aktiv gemeldet werden, in der Regel vor Beginn des jeweiligen Kalenderjahres. Ein späterer Wechsel ist grundsätzlich möglich, sollte aber rechtzeitig angekündigt werden.
Für die allermeisten Eigenheimbesitzer ist die Teileinspeisung mit hohem Eigenverbrauch das wirtschaftlichste Modell, obwohl die Volleinspeisung pro Kilowattstunde mehr Geld bringt. Der Grund: Selbst genutzter Strom ist wertvoller als jede Einspeisevergütung. Mehr zu den Sätzen und ihrer Entwicklung findest du im Ratgeber Einspeisevergütung 2026, wie sich die Anlage insgesamt rechnet, zeigt der Ratgeber Wann rechnet sich eine PV-Anlage?.
Häufige Fragen
Bei der Teileinspeisung (Überschusseinspeisung) verbrauchst du den Solarstrom möglichst selbst und speist nur den Überschuss ins Netz ein. Bei der Volleinspeisung wird die gesamte Erzeugung ins Netz eingespeist und du verbrauchst nichts selbst. Teileinspeisung ist das Standardmodell für Eigenheime.
Für Anlagen bis 10 kWp: 7,78 ct/kWh bei Teileinspeisung und 12,34 ct/kWh bei Volleinspeisung (Inbetriebnahme 01.02.–31.07.2026), ab dem 01.08.2026 sind es 7,70 bzw. 12,22 ct/kWh. Für Anlagen von 10 bis 40 kWp sinken die Sätze von 6,73 auf 6,66 ct/kWh (Teileinspeisung) bzw. von 10,35 auf 10,24 ct/kWh (Volleinspeisung). Die Vergütung ist ab Inbetriebnahme 20 Jahre garantiert.
Meist nicht. Selbst verbrauchter Strom spart rund 36 ct/kWh Netzbezug und ist damit etwa dreimal so viel wert wie die Volleinspeisungsvergütung von 12,34 ct/kWh (ab 01.08.2026: 12,22 ct). Volleinspeisung lohnt sich nur bei sehr geringem Eigenverbrauch (unter ca. 15–20 %), etwa bei kaum genutzten Gebäuden. Für normale Haushalte ist die Teileinspeisung wirtschaftlicher.
Grundsätzlich ja. Die Einspeiseart wird dem Netzbetreiber gemeldet, die Volleinspeisung muss in der Regel vor Beginn des jeweiligen Kalenderjahres angemeldet werden. Ein Wechsel sollte daher rechtzeitig mit dem Netzbetreiber abgestimmt werden.
In den allermeisten Fällen die Teileinspeisung. Sobald der Eigenverbrauch bei rund 30 % oder mehr liegt, was für Einfamilienhäuser typisch ist, ist der Wert des selbst genutzten Stroms höher als die Mehrvergütung der Volleinspeisung.
Weitere Themen: Solar-Angebote, Solar-Rechner, Förderung 2026.
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Andreas Mali
Gründer & Redaktion PhotovoltaikGenie
Andreas Mali ist Gründer von PhotovoltaikGenie und recherchiert Förderprogramme, Einspeisevergütung und Marktpreise fortlaufend aus Primärquellen (Bundesnetzagentur, KfW, Landesförderbanken). Mehr über uns & unsere Methodik
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