Noch 65 Tage: Wer bis zum 31.12.2026 in Betrieb geht, bekommt 7,70 ct/kWh 20 Jahre lang garantiert. Ab 2027 sind nur noch 5,2 ct für 36 Monate vorgesehen. Mehr erfahren

Einspeisevergütung 2026: Aktuelle Sätze und Entwicklung

Geprüft am 08. Oktober 2026

7,70 ct/kWh bis 10 kWp, 6,66 ct darüber, 12,22 ct bei Volleinspeisung. Alle Sätze, Stichtage und was sich 2027 ändert, in einer Tabelle.

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Die Einspeisevergütung liegt seit dem 01.08.2026 bei 7,70 ct/kWh für Teileinspeisung bis 10 kWp (Volleinspeisung: 12,22 ct/kWh). Der Satz bei Inbetriebnahme wird für 20 Jahre garantiert, sinkt für Neuanlagen aber halbjährlich um 1 %, nächster Stichtag ist der 01.02.2027.

Wichtig zur Einordnung: Diese Sätze gelten für Anlagen mit Inbetriebnahme bis zum 31.12.2026. Für Neuanlagen ab dem 1. Januar 2027 sieht die EEG-Novelle stattdessen eine Übergangszahlung von 5,2 ct/kWh für 36 Monate vor. Die Zahlen dazu stehen im Ratgeber Einspeisevergütung 2027.

Wie viel Einspeisevergütung bekommst du 2026 für deinen Solarstrom?

Seit dem 01.08.2026 bekommst du für eingespeisten Solarstrom 7,70 ct/kWh bei Teileinspeisung bis 10 kWp und 12,22 ct/kWh bei Volleinspeisung, garantiert für 20 Jahre ab Inbetriebnahme. Die Einspeisevergütung ist die gesetzlich garantierte Vergütung, die du für Solarstrom erhältst, den du ins öffentliche Stromnetz einspeist. Sie wird durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt und für 20 Jahre ab Inbetriebnahme festgeschrieben.

Wie hoch sind die aktuellen Vergütungssätze seit dem 01.08.2026?

Seit dem 01.08.2026 bekommst du bei Teileinspeisung 7,70 ct/kWh bis 10 kWp, 6,66 ct/kWh bis 40 kWp und 5,44 ct/kWh bis 100 kWp, bei Volleinspeisung sind es 12,22 ct/kWh bis 10 kWp und 10,24 ct/kWh darüber. Quelle: Bundesnetzagentur ↗, amtlich bestätigt. Diese Sätze gelten für Anlagen mit Inbetriebnahme vom 1. August 2026 bis 31. Januar 2027:

AnlagengrößeTeileinspeisungVolleinspeisung
Bis 10 kWp7,70 ct/kWh12,22 ct/kWh
10 bis 40 kWp6,66 ct/kWh10,24 ct/kWh
40 bis 100 kWp5,44 ct/kWh10,24 ct/kWh

Stichtag 31.12.2026: Feste Vergütung nur noch für Anlagen, die dieses Jahr ans Netz gehen

Die EEG-Novelle ersetzt die 20-Jahres-Vergütung für Neuanlagen ab 2027. Von der Angebotsanfrage bis zur Inbetriebnahme vergehen typisch 8–16 Wochen. Wer den Bestandsschutz will, sollte jetzt vergleichen.

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Welche Einspeisevergütung galt vom 01.02.2026 bis 31.07.2026?

Für Anlagen, die bis zum 31. Juli 2026 in Betrieb gegangen sind, gelten weiterhin 7,78 ct/kWh bei Teileinspeisung bis 10 kWp und 12,34 ct/kWh bei Volleinspeisung, festgeschrieben für 20 Jahre ab Inbetriebnahme:

AnlagengrößeTeileinspeisungVolleinspeisung
Bis 10 kWp7,78 ct/kWh12,34 ct/kWh
10 bis 40 kWp6,73 ct/kWh10,35 ct/kWh
40 bis 100 kWp5,50 ct/kWh10,35 ct/kWh

Hintergrund: Die Degression von 1 % pro Halbjahr wirkt auf den „anzulegenden Wert", die ausgezahlte Vergütung liegt gemäß § 53 EEG um 0,4 ct darunter. Deshalb sinkt der Satz bis 10 kWp rechnerisch von 7,78 auf 7,70 ct/kWh.

Teileinspeisung (Überschusseinspeisung) bedeutet: Du verbrauchst einen Teil des Stroms selbst und speist den Rest ein. Das ist das Standardmodell für Eigenheimbesitzer.

Volleinspeisung bedeutet: Du speist den gesamten erzeugten Strom ins Netz ein und beziehst deinen Haushaltsstrom weiterhin vom Versorger. Die Vergütung ist höher, aber du profitierst nicht vom günstigeren Eigenverbrauch.

Lohnt sich Teileinspeisung oder Volleinspeisung mehr?

Teileinspeisung mit Eigenverbrauch ist für Eigenheimbesitzer fast immer die bessere Wahl, denn der gesparte Netzstrom (rund 36 ct/kWh) ist deutlich mehr wert als die Einspeisevergütung. Volleinspeisung kann sich nur in Sonderfällen rechnen, etwa bei großen Dächern ohne nennenswerten Eigenbedarf. Ein ausführliches Rechenbeispiel und alle Entscheidungskriterien findest du im Ratgeber Teileinspeisung vs. Volleinspeisung.

Wie stark sinkt die Einspeisevergütung durch die Degression?

Die Einspeisevergütung sinkt halbjährlich um 1 %. Die jüngste Stufe griff zum 1. August 2026 (bis 10 kWp: 7,70 statt 7,78 ct/kWh), die nächste folgt zum 1. Februar 2027. Das bedeutet:

Alle Stichtage der Degression und was sie für deine Planung bedeutet, findest du im Ratgeber Einspeisevergütung sinkt: Degression & alle Stichtage im Überblick.

Wie hat sich die Einspeisevergütung seit der EEG-Novelle 2023 entwickelt?

Seit der EEG-Novelle 2023 ist die Vergütung für Teileinspeisung bis 10 kWp von 8,20 ct/kWh auf 7,70 ct/kWh gesunken. Nach der Novelle wurde die Vergütung zunächst auf 8,20 ct/kWh angehoben und fixiert. Seit dem 1. Februar 2024 sinkt sie wieder halbjährlich um 1 %. Die Entwicklung der Vergütung für Teileinspeisung (Anlagen bis 10 kWp):

Inbetriebnahme abTeileinspeisung (≤ 10 kWp)
30.07.2022 (EEG 2023)8,20 ct/kWh
01.02.20248,11 ct/kWh
01.08.20248,03 ct/kWh
01.02.20257,94 ct/kWh
01.08.20257,86 ct/kWh
01.02.20267,78 ct/kWh
01.08.2026 (neu)7,70 ct/kWh

Zur Einordnung: In den Anfangsjahren des EEG (2004) lag die Einspeisevergütung noch bei über 50 ct/kWh. Der starke Rückgang spiegelt die enorm gesunkenen Anlagenkosten wider, heute lohnt sich Photovoltaik vor allem über den Eigenverbrauch, nicht mehr über die Einspeisung. Wichtig: Der zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme gültige Satz bleibt 20 Jahre garantiert.

Was ändert die EEG-Novelle 2027 an der Einspeisevergütung?

Die EEG-Novelle 2027 sieht vor, für Neuanlagen ab 2027 die feste 20-Jahres-Einspeisevergütung durch eine befristete Übergangszahlung von einheitlich 5,2 ct/kWh für 36 Monate zu ersetzen. Das Bundeskabinett hat die EEG-Novelle am 29. Juli 2026 beschlossen, am 14.08.2026 wurde der Entwurf dem Bundesrat zugeleitet (Drucksache 470/26), seit Anfang September liegt er zudem als Bundestagsdrucksache 21/7867 vor. Die 1. Lesung am 24.09.2026, erster Durchgang im Bundesrat am 25.09.2026. Das Inkrafttreten ist für den 1. Januar 2027 vorgesehen. Kernpunkte für Neuanlagen ab 2027:

Wichtig: Das ist noch kein beschlossenes Gesetz, Änderungen im Bundestagsverfahren sind möglich. Der Zeitdruck ist allerdings real, weil die EU-Beihilfegenehmigung für das aktuelle EEG Ende 2026 ausläuft.

Bestandsschutz für heutige Anlagen (§ 100 EEG)

Alle Anlagen, die bis zum 31.12.2026 in Betrieb gehen, behalten ihre Einspeisevergütung zu den bei Inbetriebnahme geltenden Sätzen für volle 20 Jahre plus Inbetriebnahmejahr. Wer jetzt investiert, sichert sich also die Planungssicherheit für zwei Jahrzehnte.

Mehr dazu im Ratgeber: PV-Anlage 2026, kaufen oder warten? und Lohnt sich Photovoltaik ohne Einspeisevergütung?

Warum ist 2026 das letzte Jahr mit fester Einspeisevergütung?

2026 ist voraussichtlich das letzte Jahr, in dem Neuanlagen die feste Einspeisevergütung für 20 Jahre bekommen, weil die EEG-Novelle 2027 sie für Anlagen ab dem 01.01.2027 durch eine befristete Übergangszahlung ersetzen soll. Das Kabinett hat die Novelle am 29.07.2026 beschlossen, der Bundestag berät sie im Herbst. Geplant sind 5,2 ct/kWh für maximal 36 Monate, danach Direktvermarktung. Wer bis zum 31.12.2026 in Betrieb geht, behält 7,70 ct/kWh (Teileinspeisung, bis 10 kWp) für 20 Jahre, zwischen Angebot und Inbetriebnahme vergehen typisch 8 bis 16 Wochen. Den Stand des Verfahrens verfolgen wir im Artikel EEG-Novelle 2027.

Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026 für eine 10-kWp-Anlage?

Für eine 10-kWp-Anlage mit Inbetriebnahme ab dem 01.08.2026 beträgt die Einspeisevergütung 7,70 ct/kWh bei Teileinspeisung und 12,22 ct/kWh bei Volleinspeisung, weil die Sätze bis einschließlich 10 kWp gelten. Speist die Anlage rund 6.650 kWh im Jahr ein (70 % von 9.500 kWh Ertrag), sind das etwa 512 € Einnahmen pro Jahr und rund 10.240 € über 20 Jahre. Größere Anlagen erhalten die Vergütung anteilig: die ersten 10 kWp zum hohen Satz, der Anteil darüber zu 6,66 ct/kWh. Alle Zahlen zur Standardgröße im Artikel 10-kWp-Photovoltaikanlage.

Wie maximierst du deine Einnahmen aus der PV-Anlage?

Deine Einnahmen maximierst du vor allem über einen höheren Eigenverbrauch, etwa mit einem Speicher (60–70 % Eigenverbrauch), einer Wärmepumpe oder einer Wallbox:

  1. Eigenverbrauch erhöhen: Waschmaschine, Spülmaschine und E-Auto-Laden auf die Sonnenstunden legen
  2. Speicher nutzen: Erhöht den Eigenverbrauch auf 60–70 %
  3. Wärmepumpe mit PV koppeln: Heizen mit eigenem Solarstrom
  4. Wallbox installieren: E-Auto mit Sonnenstrom laden
  5. Anlage optimal dimensionieren: Nicht zu klein, aber auch nicht überdimensioniert

Wie wird die Einspeisevergütung steuerlich behandelt?

Seit 2023 sind Einnahmen aus PV-Anlagen bis 30 kWp einkommensteuerfrei. Du musst weder eine Gewerbeanmeldung vornehmen noch die Einnahmen in der Steuererklärung angeben. Das vereinfacht die Bürokratie erheblich. Details: Photovoltaik & Steuern 2026.

Was zählt mehr: Einspeisevergütung oder Eigenverbrauch?

Die Einspeisevergütung bleibt 2026 ein wichtiger Ertragsbaustein, aber der Eigenverbrauch ist klar wichtiger. Wer bis Ende 2026 seine Anlage in Betrieb nimmt, sichert sich den bei Inbetriebnahme gültigen Satz für 20 Jahre, ein gewichtiges Argument für jetzt, falls die EEG-Novelle 2027 wie geplant kommt und Neuanlagen nur noch die befristete Übergangszahlung erhalten.

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Quellen und weiterführende Links

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Häufige Fragen

Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?

Bei Teileinspeisung bis 10 kWp: 7,78 ct/kWh für Inbetriebnahmen vom 01.02. bis 31.07.2026, ab dem 01.08.2026 dann 7,70 ct/kWh. Für 10 bis 40 kWp sinkt der Satz von 6,73 auf 6,66 ct/kWh, bei Volleinspeisung bis 10 kWp von 12,34 auf 12,22 ct/kWh. Der bei Inbetriebnahme gültige Satz wird für 20 Jahre garantiert. Quelle: Bundesnetzagentur.

Lohnt sich Volleinspeisung oder Eigenverbrauch mehr?

Eigenverbrauch (Teileinspeisung) lohnt sich fast immer mehr. Der gesparte Netzstrom ist mit ca. 36 ct/kWh deutlich mehr wert als die Volleinspeisung mit 12,34 ct/kWh (ab 01.08.2026: 12,22 ct/kWh). Nur bei sehr großen Anlagen auf Gewerbedächern oder ohne eigenen Strombedarf kann Volleinspeisung sinnvoll sein.

Muss ich die Einspeisevergütung versteuern?

Nein. Seit 2023 sind Einnahmen aus Photovoltaikanlagen bis 30 kWp komplett einkommensteuerfrei. Eine Gewerbeanmeldung ist ebenfalls nicht mehr notwendig.

Fällt die Einspeisevergütung 2027 weg?

Für Neuanlagen ab 2027: ja, so sieht es die am 29.07.2026 vom Kabinett beschlossene EEG-Novelle vor. Statt der festen 20-Jahres-Vergütung gibt es eine befristete Übergangszahlung von 5,2 ct/kWh für 36 Monate, danach Direktvermarktung. Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen: 1. Lesung am 24.09.2026 (Drs. 21/7867), erster Durchgang im Bundesrat am 25.09.2026 mit umfangreichen Änderungsforderungen, Gegenäußerung der Bundesregierung am 02.10.2026. Die Verabschiedung wird für Oktober erwartet. Anlagen, die bis zum 31.12.2026 in Betrieb gehen, behalten ihre Vergütung für volle 20 Jahre.

Wie entwickelt sich die Einspeisevergütung weiter?

Die Sätze sinken halbjährlich um 1 %: Zum 1. August 2026 fällt die Teileinspeisung bis 10 kWp von 7,78 auf 7,70 ct/kWh. Der Satz, mit dem eine Anlage in Betrieb genommen wird, bleibt jedoch über die gesamte 20-jährige Vergütungsdauer konstant.

Weitere Themen: Solar-Angebote, Solar-Rechner, Förderung 2026.

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Andreas Mali

Gründer & Redaktion PhotovoltaikGenie

Andreas Mali ist Gründer von PhotovoltaikGenie und recherchiert Förderprogramme, Einspeisevergütung und Marktpreise fortlaufend aus Primärquellen (Bundesnetzagentur, KfW, Landesförderbanken). Mehr über uns & unsere Methodik


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