Geprüft am 08. Oktober 2026
KfW-Kredit 270 für Photovoltaik: ab 4,64 % effektiv (Stand 29.09.2026), bis 100 % Finanzierung, 30 Jahre Laufzeit. So läuft der Antrag über die Hausbank.
Der KfW-Kredit 270 ist der staatlich geförderte Standardkredit für Photovoltaik: 2026 gibt es ihn ab 4,64 % effektivem Jahreszins (Stand 29.09.2026, bonitätsabhängig bis ca. 11 %), mit bis zu 100 % Finanzierung, bis zu 30 Jahren Laufzeit und 1–5 tilgungsfreien Anlaufjahren. Beantragt wird er ausschließlich über deine Hausbank, und zwar vor der Auftragsvergabe. Einen Tilgungszuschuss gibt es bei Programm 270 nicht.
Das Programm 270 „Erneuerbare Energien, Standard" der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) ist der wichtigste staatlich geförderte Kredit für Photovoltaikanlagen in Deutschland. Anders als Zuschüsse bekommst du hier nicht geschenktes Geld, sondern einen zinsgünstigen Kredit, oft mit besseren Konditionen als bei Hausbanken.
Die wichtigsten Fakten:
KfW 270 steht Privatpersonen, Unternehmen, Selbstständigen, Landwirten, Freiberuflern und gemeinnützigen Organisationen offen.
Gefördert werden sowohl Neuanlagen als auch Erweiterungen. Auch Speicher können allein über KfW 270 finanziert werden, wenn sie zusammen mit oder nach einer Solaranlage installiert werden.
Förderung mitnehmen, bevor die Töpfe leer sind
Viele kommunale Programme sind 2026 binnen Tagen ausgeschöpft, und fast alle verlangen den Antrag VOR der Beauftragung. Regionale Fachbetriebe aus unserem Angebotsvergleich beraten zur Förderung gleich mit.
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Finanziert werden neue Photovoltaikanlagen mit allen Komplettkosten für Module, Wechselrichter, Montage und Elektrik sowie stationäre Batteriespeicher, nicht aber Gebrauchtanlagen.
Der effektive Jahreszins bei KfW 270 reicht 2026 von ca. 4,0 % (beste Bonität, kurze Laufzeit) bis ca. 11,5 % und wird individuell anhand deiner Bonität und der Laufzeit berechnet. Typische Bandbreiten (August 2026):
| Laufzeit | Zinsbindung | Zins (eff. Jahreszins) |
|---|---|---|
| 10 Jahre | 10 Jahre | ca. 4,0–8 % |
| 20 Jahre | 10 oder 20 Jahre | ca. 4,1–9,5 % |
| 30 Jahre | 10 oder 20 Jahre | ca. 4,4–11,5 % |
Wichtig: Die KfW passt die Konditionen laufend an, maßgeblich ist das konkrete Zinsangebot deiner Bank. Der Zins gilt ab Antragstellung für die gewählte Zinsbindungsfrist. Danach wird neu verhandelt.
Die ersten 1–5 Jahre kannst du bei KfW 270 als tilgungsfrei wählen. In dieser Zeit zahlst du nur Zinsen, das senkt die monatliche Belastung, solange deine PV-Anlage noch nicht voll amortisiert ist.
Beispiel: 15.000 € Kredit, 4,0 % Zins (beste Bonität), 2 Jahre tilgungsfrei
Der Antrag läuft in fünf Schritten: Angebot einholen, Hausbank kontaktieren, KfW-Formulare ausfüllen, Bonitätsprüfung und Zinsangebot abwarten und erst nach Vertragsabschluss die Anlage beauftragen.
Hole vor dem Kreditantrag konkrete Angebote für deine PV-Anlage ein (z. B. über unseren Angebotsvergleich). Die KfW braucht die genaue Investitionssumme.
Der KfW-Kredit wird niemals direkt bei der KfW beantragt, sondern immer über deine Hausbank (oder eine andere finanzierende Bank). Das nennt sich Durchleitungskredit.
Viele Banken kennen das Programm 270 gut, bei großen Banken (Sparkasse, Volksbank, DKB, ING) ist der Prozess reibungslos. Online-Banken wie 1822direkt oder Dr. Klein haben oft besonders günstige Konditionen.
Deine Bank stellt dir die KfW-Formulare zur Verfügung. Du brauchst:
Die Hausbank prüft deine Bonität und nennt dir den genauen Zinssatz. Du kannst dann entscheiden, ob du zusagst.
Nach Vertragsabschluss kannst du die PV-Anlage in Auftrag geben. Achtung: Wer vor dem Kreditantrag einen rechtsbindenden Vertrag abschließt, verliert den KfW-Anspruch.
KfW 270 ist oft 1–2 % günstiger, läuft bis 30 Jahre statt meist 10 und bietet 1–5 tilgungsfreie Jahre, muss aber vor Vertragsabschluss beantragt werden und ist auf erneuerbare Energien zweckgebunden.
| Kriterium | KfW 270 | Normaler Bankkredit |
|---|---|---|
| Zins | Oft 1–2 % günstiger | Höher |
| Maximalbetrag | 50 Mio. € (PV: faktisch unbegrenzt) | Je nach Bank |
| Tilgungsfreie Zeit | 1–5 Jahre | Meist nicht |
| Laufzeit | Bis 30 Jahre | Meist bis 10 Jahre |
| Antrag | Vor Vertragsabschluss | Flexibel |
| Zweckbindung | Nur erneuerbare Energien | Frei |
Wichtig zu wissen: Das KfW-Programm 270 gibt KEINEN Tilgungszuschuss. Anders als z. B. bei Wärmepumpen (Programm 458) oder Sanierung (Programm 261) bleibt hier der volle Kreditbetrag zu zahlen.
Für PV gibt es aktuell keinen Bundeszuschuss mehr (Stand 2026). Dafür aber:
Alle kommunalen Programme für deine PLZ findest du im Förder-Atlas, inklusive Status und Quelle.
Die vier Alternativen sind Eigenkapital, ein Modernisierungskredit der Hausbank, die Erweiterung der Baufinanzierung und die Miete der Anlage.
Der KfW-Kredit 270 ist 2026 eine solide Option, wenn du deine PV-Anlage nicht aus Eigenmitteln finanzieren kannst oder möchtest. Die Zinsen sind oft günstiger als normale Bankkredite, die tilgungsfreie Anlaufzeit ist ein echter Pluspunkt.
Wichtigste Regel: Erst Kredit beantragen, dann Vertrag unterschreiben. Wer das vergisst, verliert den Anspruch komplett.
Starte unseren Angebotsvergleich, hole konkrete Angebote ein und sprich dann deine Hausbank auf das Programm 270 an.
Häufige Fragen
Der KfW-Kredit 270 "Erneuerbare Energien, Standard" ist ein zinsgünstiger Förderkredit der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Finanzierung von Photovoltaikanlagen, Batteriespeichern und anderen erneuerbaren Energien. Bis zu 100 % der Investitionskosten können finanziert werden, mit Laufzeiten bis 30 Jahren und optional 1–5 Jahren tilgungsfreier Anlaufzeit.
Die Zinssätze für KfW 270 beginnen bei ca. 4,64 % effektivem Jahreszins (beste Bonität, Stand September 2026) und reichen je nach Bonität, Laufzeit und Zinsbindung bis ca. 11,5 %. Die KfW passt die Konditionen laufend an, der exakte Zins wird bei Antragstellung bei deiner Hausbank individuell ermittelt.
Der Antrag läuft immer über deine Hausbank (oder eine andere finanzierende Bank), nie direkt bei der KfW. Du beantragst den Kredit noch BEVOR du einen Vertrag für die PV-Anlage unterschreibst. Deine Bank reicht die Unterlagen bei der KfW ein, prüft deine Bonität und macht dir ein konkretes Zinsangebot.
Ja. Stromspeicher können sowohl zusammen mit einer PV-Anlage als auch nachträglich (bei bestehender Anlage) über KfW 270 finanziert werden. Auch eigene Speicher-only-Projekte sind förderfähig.
Nein. KfW 270 ist ein reiner Kredit, es gibt keinen Tilgungszuschuss. Anders als beim Wärmepumpen-Programm oder bei der Sanierungsförderung bleibt der volle Kreditbetrag zu zahlen. Gefördert wird ausschließlich über den günstigen Zinssatz.
Das muss individuell geprüft werden. KfW 270 ist oft 1–2 Prozentpunkte günstiger als vergleichbare Modernisierungskredite. Zusätzlich attraktiv ist die tilgungsfreie Anlaufzeit. Allerdings: Wer hohe Eigenmittel hat, fährt in der Regel finanziell besser, diese direkt einzusetzen statt einen Kredit aufzunehmen.
Weitere Themen: Solar-Angebote, Solar-Rechner, Förderung 2026.
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Andreas Mali
Gründer & Redaktion PhotovoltaikGenie
Andreas Mali ist Gründer von PhotovoltaikGenie und recherchiert Förderprogramme, Einspeisevergütung und Marktpreise fortlaufend aus Primärquellen (Bundesnetzagentur, KfW, Landesförderbanken). Mehr über uns & unsere Methodik
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