Solaranlage mieten oder kaufen? Der ehrliche Kostenvergleich
Solaranlage mieten (ab 69 €/Monat) oder kaufen (ab 7.000 €)? Ehrlicher Vergleich der Kosten über 20 Jahre, Vor-/Nachteile und wann sich welches Modell lohnt.
Neben dem klassischen Kauf bieten immer mehr Anbieter Mietmodelle für Solaranlagen an. Klingt verlockend: Keine hohe Anfangsinvestition, alles inklusive. Doch rechnet sich das wirklich? Wir machen den ehrlichen Vergleich.
So funktioniert das Mietmodell
Beim Mietmodell installiert ein Anbieter die PV-Anlage auf deinem Dach. Du zahlst eine monatliche Miete über typischerweise 15 bis 20 Jahre. Im Preis enthalten:
Typische Mietpreise: 69 bis 189 € pro Monat (je nach Anlagengröße)
Kostenvergleich über 20 Jahre
10-kWp-Anlage (ohne Speicher)
Kauf
Miete
Anschaffung
14.000 € (einmalig)
0 €
Monatliche Kosten
0 €
119 €/Monat
Kosten über 20 Jahre
14.000 € + 3.000 € Wartung = 17.000 €
119 × 240 = 28.560 €
Stromersparnis (20 J.)
ca. 31.000 €
ca. 31.000 €
Gewinn nach 20 Jahren
+14.000 €
+2.440 €
Anlage gehört dir
Ja (sofort)
Nach Vertragsende (ggf. Übernahme)
Ergebnis: Der Kauf ist langfristig deutlich günstiger. Die Miete kostet über 20 Jahre ca. 11.000 € mehr. Mehr zu den aktuellen Kosten einer Solaranlage.
Wann sich Miete trotzdem lohnen kann
Kein Eigenkapital: Du hast nicht 10.000–20.000 € übrig und möchtest keinen Kredit aufnehmen
Kein Risiko: Reparaturen und Wartung sind inklusive – du trägst null Risiko
Kurzfristiger Planungshorizont: Du planst, das Haus in den nächsten 5–10 Jahren zu verkaufen
Sofort sparen: Ab Tag 1 ist deine Stromrechnung niedriger (wenn Miete + Reststrom < bisherige Stromkosten)
Wann du definitiv kaufen solltest
Eigenkapital vorhanden: Du hast das Geld oder bekommst einen günstigen KfW-Kredit
Langfristig im Haus: Du planst, mindestens 10 Jahre zu bleiben
Maximale Rendite: Du willst das meiste aus deiner Investition herausholen – prüfe auch die Fördermöglichkeiten
Eigentum: Du willst die Anlage besitzen und frei darüber verfügen
KfW-Kredit als Alternative zur Miete
Statt zu mieten, kannst du einen KfW-Kredit (Programm 270) aufnehmen:
Zinsgünstige Finanzierung der gesamten Anlage
Monatliche Rate: oft niedriger als Mietrate
Die Anlage gehört dir von Anfang an
Nach Rückzahlung: Null laufende Kosten
Vertragsfallen bei Mietmodellen
Achte bei Mietverträgen auf:
Vertragslaufzeit: 15–20 Jahre sind üblich, aber bindend
Kündigung: Vorzeitige Kündigung oft nur gegen hohe Abfindung
Dachnutzungsrecht: Der Anbieter hat Rechte an deinem Dach
Übernahmepreis: Was kostet die Anlage nach Vertragsende?
Preisanpassungsklauseln: Kann die Miete steigen?
Unser Fazit
Kaufen ist in 90 % der Fälle die bessere Wahl. Die Miete klingt bequem, kostet aber über die Laufzeit erheblich mehr. Wenn du kein Eigenkapital hast, ist ein KfW-Kredit die schlauere Alternative zur Miete. Miete empfehlen wir nur, wenn du wirklich keinerlei Risiko tragen möchtest und die höheren Gesamtkosten bewusst in Kauf nimmst. Starte jetzt mit unserem kostenlosen Tarifcheck.
Die monatliche Miete für eine Solaranlage liegt je nach Größe bei 69 bis 189 Euro. Für eine typische 10-kWp-Anlage für ein Einfamilienhaus zahlst du ca. 99 bis 139 Euro pro Monat über 15 bis 20 Jahre. Im Preis sind Installation, Wartung und Versicherung enthalten.
Ist es besser, eine Solaranlage zu kaufen oder zu mieten?
In den meisten Fällen ist der Kauf deutlich günstiger. Über 20 Jahre sparst du beim Kauf gegenüber der Miete rund 10.000 bis 15.000 Euro. Wenn du kein Eigenkapital hast, ist ein zinsgünstiger KfW-Kredit die bessere Alternative zur Miete.