Enpal, 1Komma5 und Zolar im neutralen Vergleich: Mietmodell, Kaufmodell und Online-Konfigurator. Die Geschäftsmodelle der großen PV-Anbieter sachlich erklärt.
Enpal, 1Komma5° und Zolar gehören zu den bekanntesten überregionalen Photovoltaik-Anbietern in Deutschland. Sie unterscheiden sich weniger in der Technik als im Geschäftsmodell – also darin, wie du die Anlage bekommst und bezahlst. Dieser Vergleich erklärt die Modelle sachlich; konkrete Preise nennen wir bewusst nicht, da sie individuell vom Angebot abhängen und sich laufend ändern. Verlässlich vergleichen lässt sich nur mit mehreren konkreten Angeboten.
Enpal ist vor allem für sein Mietmodell bekannt geworden: Du zahlst keine Anschaffungskosten, sondern eine feste monatliche Miete über eine lange Laufzeit (üblicherweise 20 Jahre). Enpal bleibt Eigentümer der Anlage; Planung, Installation, Wartung, Reparatur und Versicherung sind im Paket enthalten. Seit 2024 bietet Enpal die Anlagen zusätzlich zum Kauf an.
1Komma5° setzt kein klassisches Mietmodell ein, sondern verkauft die Anlagen – häufig im Paket mit Speicher, Wallbox und dem eigenen Energiemanagement-System „Heartbeat" sowie dynamischen Stromtarifen. Finanziert wird in der Regel über einen Bankkredit (z. B. KfW 270); die monatliche Rate kann sich wie eine Miete anfühlen, am Ende gehört die Anlage aber dir.
Zolar ist primär als Online-Plattform bekannt, über die sich eine Anlage konfigurieren und kaufen lässt; die Installation erfolgt über Partnerbetriebe. Auch hier erwirbst du die Anlage (ggf. mit Finanzierung) und wirst Eigentümer.
| Kriterium | Mietmodell (z. B. Enpal) | Kaufmodell (z. B. 1Komma5°, Zolar, lokale Betriebe) |
|---|---|---|
| Anfangsinvestition | keine | ja (oder Finanzierung) |
| Eigentum | erst am Laufzeitende | sofort bzw. nach Tilgung |
| Service/Wartung/Versicherung | im Paket enthalten | selbst zu organisieren bzw. separat |
| Gesamtkosten über 20 Jahre | tendenziell höher | tendenziell niedriger |
| Aufwand für dich | sehr gering | etwas höher |
Diese Einordnung ist eine allgemeine Tendenz – die konkrete Wirtschaftlichkeit hängt immer vom individuellen Angebot ab.
Unabhängig vom Anbieter solltest du auf dieselben Punkte achten: Komponenten (Module, Wechselrichter, Speicher), Garantie- und Servicebedingungen, Laufzeiten und – beim Mietmodell – was am Ende der Laufzeit passiert. Da sich die Angebote stark unterscheiden, lohnt sich der Vergleich mehrerer Angebote am meisten.
Es gibt nicht „den besten" Anbieter, sondern das passende Modell: Das Mietmodell (Enpal) nimmt dir Aufwand und Anfangskosten ab, ist über die Laufzeit aber meist teurer. Kaufmodelle (1Komma5°, Zolar oder lokale Fachbetriebe) führen zu Eigentum und niedrigeren Gesamtkosten, erfordern aber Investition oder Finanzierung. Eine ausführliche Übersicht aller Anbietertypen findest du im großen Anbieter-Vergleich. Am sichersten entscheidest du mit mehreren konkreten Angeboten – diese erhältst du über unseren Solar-Tarifcheck.
Weitere Themen: Tarifcheck, Solar-Rechner, Förderung 2026.
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