Selbstmontage möglich (Schuko-Stecker oder Wieland)
Auch für Mieter geeignet
Schnelle Amortisation (2–4 Jahre)
Kein Fachbetrieb nötig
Umzugsfähig
Nachteile:
Einspeiseleistung auf 800 VA begrenzt (Modulleistung bis 2.000 Wp erlaubt)
Deckt nur 10–20 % des Strombedarfs
Keine Einspeisevergütung für Überschuss
Kein wirtschaftlicher Speicher möglich
Begrenzter Platz am Balkon
Rechtlicher Rahmen für Balkonkraftwerke (Stand 2026)
Seit dem Solarpaket I (Mai 2024, § 8 Abs. 5a EEG) gilt: erlaubt sind bis 2.000 Wp Modulleistung bei maximal 800 VA Wechselrichter-Einspeiseleistung – die verbreitete Angabe „max. 800 Wp Module" ist überholt. Angemeldet wird nur noch im Marktstammdatenregister; die separate Netzbetreiber-Anmeldung ist entfallen. Alte, rückwärtsdrehende Zähler werden übergangsweise geduldet, bis der Netzbetreiber einen modernen Zähler einbaut. Das Solarspitzengesetz (Februar 2025) nimmt Steckersolargeräte zudem ausdrücklich von der 60-%-Wirkleistungsbegrenzung und der Negativpreis-Regel aus.
Dachanlage: Vor- und Nachteile
Vorteile:
Deckt 30–80 % des Strombedarfs (mit Speicher)
Hohe Jahresersparnis (1.000–3.000 €)
Einspeisevergütung für Überschuss
Speicher sinnvoll integrierbar
Wertsteigerung der Immobilie
Nullsteuersatz (0 % MwSt)
Nachteile:
Hohe Anfangsinvestition
Fachbetrieb für Installation nötig
Nur für Eigenheimbesitzer (oder mit Vermieter-Zustimmung)
Grundsätzlich ja – aber es ist selten sinnvoll. Wenn du bereits eine Dachanlage hast, bringt ein zusätzliches Balkonkraftwerk wenig Mehrwert. Besser: Die Dachanlage gleich etwas größer dimensionieren.
Unser Rat
Wenn du Eigenheimbesitzer bist: Entscheide dich für die Dachanlage. Die höhere Investition rechnet sich langfristig deutlich besser, und du profitierst von Einspeisevergütung, Speichermöglichkeit und Wertsteigerung.
Wenn du zur Miete wohnst: Das Balkonkraftwerk ist eine hervorragende Option, um sofort Stromkosten zu sparen – ohne große Investition oder Genehmigung. Mehr dazu in unserem Ratgeber Photovoltaik als Mieter.
Für Eigenheimbesitzer ist die Dachanlage langfristig die bessere Wahl mit höherer Ersparnis (1.000-3.000 €/Jahr vs. 150-250 €/Jahr). Für Mieter oder bei kleinem Budget ist das Balkonkraftwerk die ideale Einstiegslösung mit schneller Amortisation in 2-4 Jahren.
Wie viel spart ein Balkonkraftwerk im Jahr?
Ein Balkonkraftwerk mit 800 VA Einspeiseleistung (Modulleistung bis 2.000 Wp erlaubt) produziert ca. 600-800 kWh Strom pro Jahr. Bei einem Strompreis von 36 ct/kWh sparst du damit 150 bis 250 Euro jährlich. Die Investition von 300-600 Euro hat sich nach 2-3 Jahren amortisiert.