Geprüft am 08. Oktober 2026
Auch als Mieter Solarstrom nutzen! Balkonkraftwerk ab 300 €, Mieterstrom, Steckersolargeräte: alle Möglichkeiten und rechtlichen Grundlagen für Mieter.
Als Mieter kannst du 2026 auf vier Wegen Solarstrom nutzen: mit einem Balkonkraftwerk für 300–1.200 €, das 500–800 kWh pro Jahr liefert und sich in 2–3 Jahren amortisiert, über Mieterstrom, über Anteile an Gemeinschafts-Solar oder mit einem Ökostromtarif mit Solaranteil. Das Balkonkraftwerk ist dabei die beste Option.
Du wohnst zur Miete und möchtest trotzdem von Solarstrom profitieren? Gute Nachrichten: Es gibt mehrere Optionen, auch ohne eigenes Dach.
Ja, das Balkonkraftwerk ist die beliebteste Option für Mieter: Es kostet 300–1.200 €, liefert 500–800 kWh pro Jahr und amortisiert sich in 2–3 Jahren. Ein Balkonkraftwerk besteht aus 1–2 Solarmodulen mit Mikro-Wechselrichter, die Strom direkt in deine Steckdose einspeisen.
Zwei Gesetzesänderungen aus dem Jahr 2024 stärken Mieter:
Praktisch heißt das: Vermieter um Zustimmung bitten (die er in der Regel erteilen muss), Gerät im Marktstammdatenregister registrieren, fertig.
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Beim Mieterstrom installiert dein Vermieter oder eine Energiegenossenschaft eine PV-Anlage auf dem Mehrfamilienhaus und verkauft den Strom an die Mieter.
Beim Gemeinschafts-Solar (Community Solar) kaufst du Anteile an der Solaranlage einer Bürger-Energiegenossenschaft, die es in einigen Regionen gibt:
Ja, der Wechsel zu einem Ökostromtarif mit hohem Solaranteil ist die einfachste Option. Du nutzt zwar nicht „deinen eigenen" Solarstrom, unterstützt aber den Ausbau erneuerbarer Energien.
Das Maximum holst du mit Südausrichtung, 30–35° Neigung und möglichst viel Verbrauch tagsüber heraus:
Als Mieter hast du 2026 mehr Möglichkeiten als je zuvor. Das Balkonkraftwerk ist die beste Option: Günstig, einfach zu installieren, rechtlich abgesichert und in 2–3 Jahren amortisiert. Jeder kann sofort loslegen, auch ohne Handwerker. Berechne dein Einsparpotenzial mit unserem Ersparnisrechner.
Häufige Fragen
Ja! Steckersolargeräte sind seit 2024 in § 554 BGB als privilegierte bauliche Veränderung verankert, der Vermieter muss der Installation in der Regel zustimmen und darf nur in begründeten Ausnahmefällen ablehnen. Registrieren musst du das Gerät nur noch im Marktstammdatenregister, die Netzbetreiber-Anmeldung ist seit dem Solarpaket I (Mai 2024) entfallen.
Ein Balkonkraftwerk mit 800 VA Einspeiseleistung (Modulleistung bis 2.000 Wp erlaubt) erzeugt in Deutschland ca. 500 bis 800 kWh Strom pro Jahr, abhängig von Ausrichtung, Neigung und Standort. Das entspricht einer Ersparnis von 150 bis 250 Euro pro Jahr bei aktuellen Strompreisen.
Weitere Themen: Solar-Angebote, Solar-Rechner, Förderung 2026.
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Andreas Mali
Gründer & Redaktion PhotovoltaikGenie
Andreas Mali ist Gründer von PhotovoltaikGenie und recherchiert Förderprogramme, Einspeisevergütung und Marktpreise fortlaufend aus Primärquellen (Bundesnetzagentur, KfW, Landesförderbanken). Mehr über uns & unsere Methodik
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