Einspeisevergütung sinkt am 01.08.2026 – jetzt 7,78 ct/kWh sichern
Am 01.08.2026 sinkt die Einspeisevergütung um 1 %. Wer bis 31.07.2026 in Betrieb geht, sichert sich 7,78 ct/kWh für 20 Jahre. Was du jetzt tun solltest.
Stichtag 01.08.2026: Die Einspeisevergütung wird abgesenkt
Zum 1. August 2026 reduziert die Bundesnetzagentur die Einspeisevergütung für neue Photovoltaikanlagen um 1 % – wie gesetzlich geregelt halbjährlich. Wer bis zum 31.07.2026 seine Anlage offiziell in Betrieb nimmt, sichert sich die aktuellen Sätze für die vollen 20 Jahre Vergütungsdauer.
Die wichtigsten Fakten:
Aktueller Satz bis 31.07.2026 (Teileinspeisung ≤ 10 kWp): 7,78 ct/kWh
Voraussichtlicher Satz ab 01.08.2026: ca. 7,70 ct/kWh (–1 %)
Bestandsschutz: 20 Jahre garantiert ab Inbetriebnahme
Degression: 1 % pro Halbjahr – weiter sinkend
Zusatz-Risiko: EEG-2027-Entwurf sieht sogar kompletten Wegfall vor
Differenz: ca. 100 € über 20 Jahre – bei einer 10-kWp-Anlage.
Klingt wenig? Stimmt. Die einzelne Absenkung ist nicht dramatisch. Der wichtige Punkt ist ein anderer:
Das viel größere Risiko: EEG-Reform 2027
Der Bundeswirtschaftsministerium-Entwurf für das EEG 2027 sieht vor, dass die Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen bis 25 kWp ab 01.01.2027 komplett wegfällt. Für eine typische 10-kWp-Anlage würde das bedeuten:
Inbetriebnahme
Einspeisevergütung über 20 Jahre
Juli 2026
ca. 10.340 €
ab 01.08.2026
ca. 10.241 € (–100 €)
ab 01.01.2027
0 € (wenn Reform kommt)
Wer die 20-jährige Bestandsschutz-Garantie noch greifen lassen will, muss bis 31.12.2026 in Betrieb sein.
Das Vertragsdatum ist nicht ausschlaggebend – es zählt der tatsächliche Inbetriebnahme-Zeitpunkt.
Realistischer Zeitplan für Inbetriebnahme bis Ende Juli 2026
Heute ist der 23. April 2026. Das sind noch knapp 100 Tage bis zum 31.07.2026. Typischer Ablauf:
Schritt
Dauer
Angebote vergleichen, Entscheidung
1–3 Wochen
Auftragserteilung, Planung
1–2 Wochen
Materialbestellung, Wartezeit
2–4 Wochen
Installation (1–3 Tage)
1 Woche
Netzanschluss durch Netzbetreiber
2–6 Wochen
MaStR-Anmeldung
sofort nach Inbetriebnahme
Gesamtdauer
typisch 8–16 Wochen
Fazit: Wer jetzt im April/Mai 2026 einen Tarifcheck startet, hat realistische Chancen, bis Ende Juli in Betrieb zu gehen. Wer bis Juni wartet, läuft in Zeitnot.
Je später du anfängst, desto schwieriger wird die Einhaltung des Stichtags. Fachbetriebe werden Ende Juli 2026 voll ausgelastet sein.
Was du jetzt konkret tun solltest
Tarifcheck starten – in 2 Minuten mehrere Angebote regionaler Fachbetriebe einholen
✅ Freie Handwerkerkapazitäten (Ende 2026 wird es eng)
Die 01.08.2026-Absenkung ist ein guter Anlass, jetzt zu handeln – nicht wegen der 100 €, sondern wegen des viel größeren Risikos durch die geplante EEG-2027-Reform.
Wann wird die Einspeisevergütung als Nächstes gesenkt?
Zum 01.08.2026 – wie gesetzlich alle 6 Monate geregelt. Die Bundesnetzagentur senkt die Sätze turnusmäßig um 1 %. Wer vorher in Betrieb geht, sichert sich die aktuellen Werte (7,78 ct/kWh bis 10 kWp Teileinspeisung) für 20 Jahre garantiert.
Wie hoch wird die Einspeisevergütung ab 01.08.2026?
Voraussichtlich ca. 7,70 ct/kWh für Teileinspeisung bis 10 kWp (aktuell 7,78 ct/kWh). Die exakten Werte werden Ende Juli 2026 von der Bundesnetzagentur offiziell bekannt gegeben. Für größere Anlagen gelten entsprechend reduzierte Sätze.
Wie viel spare ich, wenn ich vor dem Stichtag in Betrieb gehe?
Bei einer 10-kWp-Anlage mit 70 % Einspeisung und 9.500 kWh Jahresertrag: ca. 100 € über die 20-jährige Vergütungsdauer. Die eigentlich kritische Frage ist aber nicht die einzelne Absenkung, sondern die geplante EEG-Reform 2027, die die Einspeisevergütung für neue Anlagen komplett streichen könnte.
Was zählt als "Inbetriebnahme" für den Bestandsschutz?
Der Tag, an dem die Anlage offiziell in Betrieb genommen wird: montiert, ans Netz angeschlossen, Zähler installiert. Nicht der Vertragsabschluss oder das Auftragsdatum. Die Anmeldung im Marktstammdatenregister muss innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme erfolgen.
Schaffe ich es, bis 31.07.2026 noch in Betrieb zu gehen?
Wer jetzt (Ende April/Mai 2026) mit dem Angebotsvergleich startet, hat realistische Chancen. Typisch dauert der komplette Prozess 8–16 Wochen: Angebotsvergleich, Entscheidung, Installation, Netzanschluss durch den Netzbetreiber. Wer bis Juni wartet, läuft in Zeitnot.
Gilt der Bestandsschutz wirklich 20 Jahre?
Ja. Die Einspeisevergütung, mit der eine Anlage in Betrieb geht, ist für 20 Jahre gesetzlich garantiert – unabhängig von späteren Absenkungen oder Gesetzesreformen. Das ist der zentrale Vorteil, der auch bei Wegfall der Vergütung ab 2027 für Bestandsanlagen erhalten bleibt.