Geprüft am 08. Oktober 2026
Aktuell 7,70 ct/kWh bis 10 kWp. Zum 01.02.2027 sinkt der Satz regulär um ein Prozent, wer vorher in Betrieb geht, behält ihn 20 Jahre lang.
Die Einspeisevergütung sinkt seit Februar 2024 halbjährlich um 1 %, zuletzt zum 1. August 2026 auf 7,70 ct/kWh für Dachanlagen bis 10 kWp (Teileinspeisung), die nächste Absenkung folgt zum 1. Februar 2027. Hier findest du alle Stichtage, die aktuellen Sätze und was die Degression für deine Planung bedeutet. Wichtig: Jede Anlage behält den bei Inbetriebnahme gültigen Satz für die vollen 20 Jahre plus Inbetriebnahmejahr.
Die wichtigsten Fakten:
Quelle: Bundesnetzagentur, EEG-Fördersätze ↗
Bis 31.07.2026 bekamen Dachanlagen bis 10 kWp 7,78 ct/kWh (Teileinspeisung) und 12,34 ct/kWh (Volleinspeisung). Ab 01.08.2026 sind es 7,70 bzw. 12,22 ct/kWh, also 1 % weniger.
| Anlagengröße | Teileinspeisung | Volleinspeisung |
|---|---|---|
| Bis 10 kWp | 7,78 ct/kWh | 12,34 ct/kWh |
| 10–40 kWp | 6,73 ct/kWh | 10,35 ct/kWh |
| 40–100 kWp | 5,50 ct/kWh | 10,35 ct/kWh |
| Anlagengröße | Teileinspeisung | Volleinspeisung |
|---|---|---|
| Bis 10 kWp | 7,70 ct/kWh | 12,22 ct/kWh |
| 10–40 kWp | 6,66 ct/kWh | 10,24 ct/kWh |
| 40–100 kWp | 5,44 ct/kWh | 10,24 ct/kWh |
Die Sätze sind amtlich von der Bundesnetzagentur veröffentlicht (gültig für Inbetriebnahmen bis 31.01.2027).
Stichtag 31.12.2026: Feste Vergütung nur noch für Anlagen, die dieses Jahr ans Netz gehen
Die EEG-Novelle ersetzt die 20-Jahres-Vergütung für Neuanlagen ab 2027. Von der Angebotsanfrage bis zur Inbetriebnahme vergehen typisch 8–16 Wochen. Wer den Bestandsschutz will, sollte jetzt vergleichen.
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Bei einer 10-kWp-Anlage macht die Absenkung rund 105 € über 20 Jahre aus: Die jährlichen Einspeise-Einnahmen sinken von 517 € auf 512 €.
Rechenbeispiel: 10-kWp-Anlage, 9.500 kWh Jahresproduktion, 70 % Einspeisung
Inbetriebnahme bis 31.07.2026 (7,78 ct/kWh):
Inbetriebnahme ab 01.08.2026 (7,70 ct/kWh):
Differenz: rund 105 € über 20 Jahre, bei einer 10-kWp-Anlage.
Klingt wenig? Stimmt. Wer den Juli-Stichtag verpasst hat, hat praktisch nichts verloren. Der wichtige Punkt ist ein anderer:
Die EEG-Reform wiegt viel schwerer als die 1-%-Absenkung, weil sie die feste 20-jährige Vergütung für Neuanlagen ab 2027 durch eine Übergangsvergütung und Direktvermarktung ersetzen soll. Nach der am 29.07.2026 vom Kabinett beschlossenen EEG-Novelle soll die klassische Einspeisevergütung für neue Anlagen ab 2027 schrittweise auslaufen. Statt des harten Förder-Endes aus dem Frühjahrs-Entwurf ist jetzt eine Übergangsvergütung von rund 5,2 ct/kWh (bis zu 36 Monate, halbjährlich sinkend) und anschließend verpflichtende Direktvermarktung mit Bonus geplant. Für eine typische 10-kWp-Anlage heißt das:
| Inbetriebnahme | Einspeise-Erlöse über 20 Jahre (ca.) |
|---|---|
| Juli 2026 (7,78 ct) | ca. 10.350 € garantiert |
| ab 01.08.2026 (7,70 ct) | ca. 10.240 € garantiert |
| ab 2027 (Entwurf) | Übergangsvergütung ~5,2 ct für max. 36 Monate, danach Marktpreise: deutlich weniger und nicht garantiert |
Wer die 20-jährige feste Vergütung noch bekommen will, muss bis 31.12.2026 in Betrieb gehen. Das ist der eigentliche Stichtag des Jahres.
Details: PV-Anlage 2026 kaufen oder warten? · EEG 2027 Änderungen
Eine PV-Anlage gilt als in Betrieb genommen, wenn sie montiert und elektrisch angeschlossen ist, der Zähler eingebaut ist und die Anmeldungen beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister erfolgt sind. „In Betrieb genommen" bedeutet konkret:
Das Vertragsdatum ist nicht ausschlaggebend, es zählt der tatsächliche Inbetriebnahme-Zeitpunkt.
Von der Angebotsanfrage bis zur Inbetriebnahme vergehen typischerweise 8–16 Wochen:
| Schritt | Dauer |
|---|---|
| Angebote vergleichen, Entscheidung | 1–3 Wochen |
| Auftragserteilung, Planung | 1–2 Wochen |
| Materialbestellung, Wartezeit | 2–4 Wochen |
| Installation (1–3 Tage) | 1 Woche |
| Netzanschluss durch Netzbetreiber | 2–6 Wochen |
| MaStR-Anmeldung | sofort nach Inbetriebnahme |
| Gesamtdauer | typisch 8–16 Wochen |
Fazit: Wer im Spätsommer/Herbst 2026 startet, schafft die Inbetriebnahme bis Jahresende noch gut. Wer erst im November anfängt, läuft in Zeitnot, die Fachbetriebe werden zum Jahresende voll ausgelastet sein, weil viele Käufer den 31.12.2026 als Frist haben.
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Die Absenkung zum 01.08.2026 kostet Neueinsteiger rund 105 € über 20 Jahre (10 kWp), für sich genommen kein Grund zur Panik. Entscheidend ist das Gesamtbild:
Wer noch 2026 in Betrieb geht, sichert sich:
Häufige Fragen
Für Anlagen bis 10 kWp: 7,70 ct/kWh bei Teileinspeisung und 12,22 ct/kWh bei Volleinspeisung. Für 10–40 kWp: 6,66 ct/kWh (Teileinspeisung). Das sind die amtlichen Sätze der Bundesnetzagentur für Inbetriebnahmen vom 01.08.2026 bis 31.01.2027 (reguläre Degression von 1 %).
Kaum. Die Differenz zwischen 7,78 und 7,70 ct/kWh macht bei einer 10-kWp-Anlage nur rund 105 € über 20 Jahre aus. Deutlich wichtiger ist der 31.12.2026: Wer bis dahin in Betrieb geht, bekommt noch die feste 20-Jahres-Vergütung, bevor die geplante EEG-Reform für Neuanlagen ab 2027 auf Übergangsvergütung und Direktvermarktung umstellt.
Zum 01.02.2027, die Degression läuft gesetzlich alle 6 Monate mit –1 %. Ob es dazu kommt, hängt von der EEG-Reform ab: Der Entwurf (Stand Juli 2026) sieht für Neuanlagen ab 2027 stattdessen eine Übergangsvergütung von rund 5,2 ct/kWh vor. Bestandsanlagen behalten ihre Sätze in jedem Fall.
Der Tag, an dem die Anlage offiziell in Betrieb genommen wird: montiert, ans Netz angeschlossen, Zähler installiert. Nicht der Vertragsabschluss oder das Auftragsdatum. Die Anmeldung im Marktstammdatenregister muss innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme erfolgen.
Wer bis in den Herbst startet: sehr wahrscheinlich ja. Der komplette Prozess dauert typisch 8–16 Wochen (Angebotsvergleich, Entscheidung, Installation, Netzanschluss). Ab November wird es knapp, weil die Fachbetriebe zum Jahresende ausgelastet sein werden, der 31.12.2026 ist wegen der EEG-Reform für viele Käufer die entscheidende Frist.
Ja. Die Einspeisevergütung, mit der eine Anlage in Betrieb geht, ist für 20 Jahre (plus Rest des Inbetriebnahmejahres) gesetzlich garantiert, unabhängig von späteren Absenkungen oder Gesetzesreformen. Auch der aktuelle EEG-Reform-Entwurf tastet Bestandsanlagen nicht an.
Weitere Themen: Solar-Angebote, Solar-Rechner, Förderung 2026.
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Andreas Mali
Gründer & Redaktion PhotovoltaikGenie
Andreas Mali ist Gründer von PhotovoltaikGenie und recherchiert Förderprogramme, Einspeisevergütung und Marktpreise fortlaufend aus Primärquellen (Bundesnetzagentur, KfW, Landesförderbanken). Mehr über uns & unsere Methodik
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