Lohnt sich Photovoltaik ohne Einspeisevergütung? Analyse für Solaranlagen ab 2027: Eigenverbrauch, Speicher-Strategie, Wirtschaftlichkeit und Alternativen.
Lohnt sich Photovoltaik ohne Einspeisevergütung? Analyse für Solaranlagen ab 2027: Eigenverbrauch, Speicher-Strategie, Wirtschaftlichkeit und Alternativen.
Häufige Fragen
Lohnt sich Photovoltaik ohne Einspeisevergütung?
Ja, aber mit anderem Fokus: Der Haupt-Hebel ist der Eigenverbrauch. Eigener Solarstrom ersetzt Netzstrom zu 36 ct/kWh – das ist deutlich profitabler als jede Einspeisevergütung (2026: 7,78 ct/kWh). Mit Speicher, Wärmepumpe und E-Auto-Wallbox erreicht man Eigenverbrauchsquoten von 70–90 %. Die Amortisation verlängert sich typisch um 1–3 Jahre.
Wie hoch ist der Eigenverbrauchsanteil mit Speicher?
Mit einem passend dimensionierten Batteriespeicher (ca. 1 kWh pro kWp Anlagenleistung) steigt der Eigenverbrauchsanteil von 25–35 % auf 55–70 %. In Kombination mit Wärmepumpe und E-Auto-Wallbox sind sogar 80–90 % erreichbar.
Was passiert 2027 mit dem überschüssigen Solarstrom?
Laut EEG-Entwurf entfällt die Einspeisevergütung für neue Anlagen bis 25 kWp. Alternativen: Direktvermarktung (derzeit für Kleinanlagen oft unwirtschaftlich), Null-Einspeisung (Überschüsse werden nicht mehr ins Netz gespeist), oder P2P-Stromhandel über spezialisierte Anbieter.
Soll ich trotzdem bis 2027 warten?
In den meisten Fällen nicht. Wer 2026 in Betrieb geht, sichert sich 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung plus die heutigen attraktiven Modulpreise. Warten lohnt sich nur, wenn die Anlage ohnehin erst 2027 oder später in Betrieb genommen werden kann.
Ist ein Speicher ab 2027 zwingend erforderlich?
Technisch nicht zwingend, wirtschaftlich aber sehr zu empfehlen. Ohne Speicher bleibt der Eigenverbrauchsanteil bei 25–35 %, die überschüssigen 65–75 % lassen sich ohne Einspeisevergütung kaum monetarisieren. Mit Speicher steigt der Eigenverbrauch auf 55–70 %.